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Rallyeberichte unserer Teams 2010
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Rallylegend in San Marino 2010 mit Wastl und Gaby Fischer
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Einen ausführlichen Bericht aus der Zeitschrift BMW Scene in der Ausgabe 02/2011 haben wir als pdf. An dieser Stelle ein Dank an die Redaktion, die uns die Veröffentlichung erlaubt hat.
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5. Rallye-Sprint in Storndorf 2010 (Bericht Stefan Böhm)
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Zwei Rallye-Piloten vom MSC Bayreuth messen sich mit Deutschlands Besten
Beim 5. Rallye-Sprint.eu in Storndorf (Hessen) am 29.-30.10. traf sich zum Saisonfinale eine ganze Schar von Spitzenfahrern. Der Rallye-Sprint zählte als Endlauf zur Deutschen Rallye Serie und hatte unter anderem im Anschluss die Siegerehrung der Deutschen Rallye Meisterschaft auf dem Programm. Am Start waren neben dem deutschen Rallye-Meister und Vize-Meister (beide Skoda Fabia S2000) der Meister und Vize Meister der Deutschen Rallye Serie (beide Porsche 911 GT3), ADMV-Rallye Meister sowie über ein ganzes Dutzend an nationalen Meistern und Gesamtsiegern, dazu noch einige Spitzenfahrer aus den Niederlanden und weitere namhafte Piloten. Vom MSC Bayreuth stellten sich mit Stefan Böhm / Natalie Braun (Opel Manta B) und Manfred Köhler / Gabi Fischer (BMW 2002ti) zwei Teams dieser großen Herausforderung. Über 80 Kilometer auf Bestzeit in sieben Wertungsprüfungen unterteilt standen über die beiden Tage auf dem Programm. Während es für Köhler / Fischer nach einem sensationellen Ergebnis bei der Rallye-Legend in San Marino (3. Platz in ihrer Klasse) bereits die zweite internationale Veranstaltung innerhalb kurzer Zeit war, standen Böhm / Braun in diesem Jahr zum ersten mal am Start einer Rallye dieser Größenordnung. Bereits am Freitag Abend um 20 Uhr fiel nach einem sehenswerten Feuerwerk der Startschuss in die Nacht-Etappe, ein 19 km Rundkurs zum Teil auf Schotter und durch das kurvenreiche Motodrom vor einer großen Zuschauerkulisse. Beide Bayreuther Piloten hatten hier bereits mit Überholmanövern zu kämpfen, da sie auf andere Teilnehmer aufgelaufen waren, was durch Dunkelheit und aufgewirbelten Staub nicht immer so einfach zu bewältigen war. Scheinbar kamen Stefan Böhm und Beifahrerin Natalie Braun aber mit diesen Bedingungen besser zurecht, denn sie konnten sich gleich in der vorderen Hälfte des sehr starken Starterfeldes platzieren, was auch für die Startreihenfolge des nächsten Tages von Bedeutung war. Am Samstag morgen ging es dann nach einer 7 km Sprint-Prüfung erneut über den 19 km Rundkurs, unter Tageslicht startete das BMW-Duo Köhler / Fischer eine Aufholjagd während die Opel-Besatzung weiterhin problemlos konstante Zeiten fahren konnte, allerdings kamen beide Teams mit erheblichen Kampfspuren an ihren Rallye-Boliden aus dieser Prüfung, eine sehr enge Schikane hatte bei beiden heftige Beulen an der Beifahrertür hinterlassen. Nach einer Service-Pause musste nochmals die Sprint-Prüfung absolviert werden, welche es durch zum Teil sehr schnelle Streckenabschnitte in sich hatte, durch eine beherzte Fahrt konnten Stefan Böhm und Natalie Braun den Manta um nochmals neun Sekunden schneller über die Piste jagen, auch Manfred Köhler mit Gabi Fischer auf dem Beifahrersitz gaben noch einmal richtig Gas, allerdings hatten sie auch mit einem "Aha-Erlebnis" in einer engen Kurve zu kämpfen, nur durch die gute Reaktion von Köhler konnte ein Abflug von der Straße verhindert werden. Die anschließende fünfte Prüfung, erneut ein Rundkurs mit fast vier Runden, verlief für beide Teams wiederum problemlos. Auf Wertungsprüfung 6, einem verkürzten Rundkurs vor ca. 10.000 Zuschauern im Motodrom schlug dann leider der Defektteufel am orangen Opel Manta zu, der Lüfter löste sich und schlug ein Loch in den Kühler, jedoch konnte man sich über die Ziellinie retten. Im anschließenden Service konnte die Mechaniker-Crew im Eiltempo dann Wasserpumpe, Kühler und Lüfter wechseln so dass Stefan Böhm und Natalie Braun pünktlich zur letzten Wertungsprüfung wieder am Start stehen konnten. Diese war dann eine reine "Zuschauer-Prüfung" und führte rein nur fünf Runden durch das bekannte Motodrom, die Fahrzeuge wurden nun im Fünferpack in 10 Sekunden Abständen in die letzte Runde geschickt. Mit der zweitschnellsten Zeit in ihrer Gruppe konnten Böhm / Braun nochmals Akzente setzen, auch Köhler / Fischer holten nochmals alles aus ihrem Youngtimer-BMW heraus. Am Ende konnten beide Teams mit dem Ergebnis zufrieden sein, während Böhm / Braun ihren Manta auf Gesamtplatz 34 fuhren, wurden Köhler / Fischer im 02er BMW 48. von 85 gestarteten Teams aus ganz Deutschland und der Niederlande. Während die Opel-Besatzung in der zweithöchsten Klasse, H15 (verbessert über 2000ccm) durch den zwischenzeitlichen Defekt des Kühlers nur denkbar knapp den vierten Platz verpasste und fünfte wurde, konnten Köhler / Fischer einen sehr guten zweiten Platz in der Klasse CTC22 (Youngtimer-Fahrzeuge) erzielen.
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21. Unterland-Hohenlohe-Wertungsfahrt 2010 (Bericht Stefan Böhm)
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Klassensieg bei schwierigen Bedingungen Bei der Rallye Unterland-Hohenlohe hat sich das Team Stefan Böhm / Bianca Pfaff Schnee gewunschen um gegen die leistungstarken BMW M3 in der Klasse eine Chance zu haben und sie haben ihn bekommen. Übernacht kamen gut 10-15cm Neuschnee vom Himmel, dies bereitete allerdings für einige Teams massive Probleme bei der Anfahrt und es mußten viele die Rallye absagen, so auch Vereinskollege Sebastian Schmidt, der sich so auf die Veranstaltung gefreut hatte. Extrem schwierige Bedingungen erwartete die startenden Teams auf den 35 WP-Kilometern auf 6 Prüfungen, denn teilweise wurden die Strecken geräumt und gestreut, teilweise war es in den Weinbergen aber noch extrem rutschig und glatt und auf den letzten beiden Prüfungen setzten starke Schneeverwehungen ein. Nach einem Dreher um knapp 180 Grad in einer langen Linkskurve auf WP1 und anschließenden Abflug in den Acker gingen gut 20 Sekunden verloren und Stefan Böhm und Bianca Pfaff dachten es sei bereits alles verloren. Aber auch Klassenkollege und Sieganwärter Fritz Köhler im starken BMW M3 leistete sich an fast gleicher Stelle einen Ausrutscher. Von nun an entpuppte sich ein spannender Kampf um den Klassensieg, WP 2, eine fast 8km-Sprintprüfung, konnte die Manta-Besatzung um 3 Sekunden für sich entscheiden, aber schon auf WP 3, mitten durch die Weinberge führend mit vielen Kehren und Kurven, konterte Fritz Köhler mit einem Zeitabstand von knapp 8 Sekunden. Nach einer kurzen Pause ging es auf WP 4, welche die gleiche als vorher WP 1 war und das Team Böhm/Pfaff ging die Abflugstelle etwas langsamer an und hatte diesmal keine Probleme, aber um nicht aus dem Rennen um den Klassensieg zu geraten mußte man danach wieder richtig Gas geben, und auf der relativ kurzen Wertungsprüfung konnten die Opel-Treter erneut zurückschlagen und überquerten die Ziellinie um 5,4 Sekunden eher als der gelbe M3 von Kumpel und Konkurrent Fritz Köhler! Auf WP 5 mußten dann alle Teilnehmer mit teils starken Schneeverwehungen kämpfen, zum Teil an Stellen plötzlich auftretend auf die man mit relativ hoher Geschwindigkeit ankam, aber das Manta-Team leistete sich keinen Fehler, während das Team Köhler/Bordt mit einem Plattfuß zu kämpfen hatte und wichtige Zeit verlor. Vor der letzten Prüfung waren somit zum ersten mal Stefan Böhm und Bianca Pfaff mit knapp 5 Sekunden in Führung, denn Günter Wieland im zweiten BMW M3 in der Klasse H15 spielte keine Rolle bei der Vergabe um den Klassensieg. Somit mußte die letzte Wertungsprüfung in den Weinbergen die Entscheidung bringen und Böhm/Pfaff im orangen Manta setzten alles auf eine Karte. Auch diese Prüfung wurde durch Verwehungen wesentlich rutschiger als im ersten Durchgang und spielte dem schwächeren Manta etwas in die Karten. Erneut ohne einen Fehler und der vierten Klassen-Bestzeit wurde der Klassensieg gegen zwei BMW M3 perfekt gemacht. Am Ende bedeutete dies trotz Ausrutscher auf WP1 noch den 14. Gesamtrang. Neben dem Klassensieger-Pokal, gewannen Stefan Böhm und Bianca Pfaff außerdem noch einen WP-Bestzeit-Preis!
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14. ADAC Taunus-Rallye 2010 am 6. Februar (Bericht Stefan Böhm)
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Gelungene Manta-Premiere im Taunus
Nach wochenlanger Arbeit war es endlich soweit, zum ersten mal startete Stefan Böhm zusammen mit Co-Pilotin Natalie Braun bei der Winterrallye im Hochtaunus mit dem Opel Manta B, der speziell für solche Einsätze bzw. Schotterrallyes aufgebaut wurde und auf reinen Asphalt-Rallyes technisch nicht konkurrenzfähig ist.
Bereits am Freitag Abend wurde bekannt daß sich einige Strecken aufgrund der Schneemassen bzw. Tauwetters der vergangenen Tage verkürzen bzw. ändern werden. Trotz veränderter Wertungsprüfungen verlangten die Verhälnisse den Piloten aber alles ab, Schneematsch, Eis, tiefe Spurrillen, Nebel und Dunkelheit erwartete die Teams bei diesem Rallyeklassiker.
Auf WP1 einer schnellen Asphaltprüfung nahm der Manta seine ersten WP-Km ohne jegliche Probleme unter die Räder, trotz einer wesentlich zu langen Hinterachsübersetzung konnte bereits eine 5. Klassenzeit von 9 gestarteten Teams erzielt werden. Auf einer sehr kurzen WP2 die halb nassen Asphalt, halb rutschigen Schneematsch beinhaltete legte die Manta-Besatzung gleich nach, eine dritte Klassenzeit sowie eine 14. Gesamtzeit waren die Folge.
Nun kam allerdings WP3 bei der man nach dem Besichtigen schon etwas Bauchschmerzen hatte, ausgefahrene Waldwege mit tiefen Spurrillen und sehr viel Schneematsch und Eis setzten viel Konzentration der Piloten voraus, hier mußte das Team auch den ersten kleinen Ausrutscher verzeichnen, nach einer sehr schmierigen Linkskurve rutschte das Heck immer weiter in den Graben und nur mit Vollgas und etwas Glück schob sich der orange Hecktiebler aus eigener Kraft aus dem Tiefschnee, was aber trotzdem einen Zeitverlust mit sich brachte. WP4, ein Rundkurs mit ebenfalls teilweise vereisten Wegen lief dann wieder relativ problemlos, allerdings kostete ein querstehender Teilnehmer auch hier etwas Zeit.
Nach dem Regrouping verschärften sich die Bedingungen aber nochmals, denn kräftiger Nebel, Dunkelheit und die Gefahr von überfrierender Nässe setzten ein. WP 5 konnte das Opel-Team gerade noch so im hellen bestreiten und es lief erneut relativ problemlos, aber wie sich erst später herausstellte kamen Stefan Böhm und Natalie Braun mit dem immer dichter werdenden Nebel gegenüber den beiden Klassen- und Markenkollegen Rolf Korell und Andreas Gücker in ihren starken B-Asconas am besten zurecht und es begann eine regelrechte Aufholjagd, vor allem auf letzteren, der zusammen mit Beifahrerin Ramona Kees sensationelle Zeiten im ersten Umlauf hingelgt hatte. So konnte man auf den letzten drei Prüfungen jeweils die beste Zeit unter den Opel-Hecktriebler-Tretern erzielen, wobei v.a. am Abschlußrundkurs das Motto "nur noch ankommen" ausgegeben wurde.
Bei Zielankunft bedeutete dies Rang 2 in der Klasse aber ein Klassenkonkurrent erwartete noch eine Zeitgutschrift aus WP4, da er vom gleichen Teilnehmer wie die Manta-Besatzung aber wesentlich länger aufgehalten wurde.
Nach Korrektur dieser Zeit rutschten Stefan Böhm und Natalie Braun denkbar knapp mit einem Zeitabstand von 1,7 Sekunden auf Rang 3 zurück, was in der Gesamtwertung Platz 23 von 80 gestarteten Teams zur Folge hatte.
Am Ende konnte man mit der ersten Ausfahrt und extremen Bedingungen aber rundum zufrieden sein.
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