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Gelungene Manta-Premiere im Taunus
Nach wochenlanger Arbeit war es endlich soweit, zum ersten mal startete Stefan Böhm zusammen mit Co-Pilotin Natalie Braun bei der Winterrallye im Hochtaunus mit dem Opel Manta B, der speziell für solche Einsätze bzw. Schotterrallyes aufgebaut wurde und auf reinen Asphalt-Rallyes technisch nicht konkurrenzfähig ist.
Bereits am Freitag Abend wurde bekannt daß sich einige Strecken aufgrund der Schneemassen bzw. Tauwetters der vergangenen Tage verkürzen bzw. ändern werden. Trotz veränderter Wertungsprüfungen verlangten die Verhälnisse den Piloten aber alles ab, Schneematsch, Eis, tiefe Spurrillen, Nebel und Dunkelheit erwartete die Teams bei diesem Rallyeklassiker.
Auf WP1 einer schnellen Asphaltprüfung nahm der Manta seine ersten WP-Km ohne jegliche Probleme unter die Räder, trotz einer wesentlich zu langen Hinterachsübersetzung konnte bereits eine 5. Klassenzeit von 9 gestarteten Teams erzielt werden. Auf einer sehr kurzen WP2 die halb nassen Asphalt, halb rutschigen Schneematsch beinhaltete legte die Manta-Besatzung gleich nach, eine dritte Klassenzeit sowie eine 14. Gesamtzeit waren die Folge.
Nun kam allerdings WP3 bei der man nach dem Besichtigen schon etwas Bauchschmerzen hatte, ausgefahrene Waldwege mit tiefen Spurrillen und sehr viel Schneematsch und Eis setzten viel Konzentration der Piloten voraus, hier mußte das Team auch den ersten kleinen Ausrutscher verzeichnen, nach einer sehr schmierigen Linkskurve rutschte das Heck immer weiter in den Graben und nur mit Vollgas und etwas Glück schob sich der orange Hecktiebler aus eigener Kraft aus dem Tiefschnee, was aber trotzdem einen Zeitverlust mit sich brachte. WP4, ein Rundkurs mit ebenfalls teilweise vereisten Wegen lief dann wieder relativ problemlos, allerdings kostete ein querstehender Teilnehmer auch hier etwas Zeit.
Nach dem Regrouping verschärften sich die Bedingungen aber nochmals, denn kräftiger Nebel, Dunkelheit und die Gefahr von überfrierender Nässe setzten ein. WP 5 konnte das Opel-Team gerade noch so im hellen bestreiten und es lief erneut relativ problemlos, aber wie sich erst später herausstellte kamen Stefan Böhm und Natalie Braun mit dem immer dichter werdenden Nebel gegenüber den beiden Klassen- und Markenkollegen Rolf Korell und Andreas Gücker in ihren starken B-Asconas am besten zurecht und es begann eine regelrechte Aufholjagd, vor allem auf letzteren, der zusammen mit Beifahrerin Ramona Kees sensationelle Zeiten im ersten Umlauf hingelgt hatte. So konnte man auf den letzten drei Prüfungen jeweils die beste Zeit unter den Opel-Hecktriebler-Tretern erzielen, wobei v.a. am Abschlußrundkurs das Motto "nur noch ankommen" ausgegeben wurde.
Bei Zielankunft bedeutete dies Rang 2 in der Klasse aber ein Klassenkonkurrent erwartete noch eine Zeitgutschrift aus WP4, da er vom gleichen Teilnehmer wie die Manta-Besatzung aber wesentlich länger aufgehalten wurde.
Nach Korrektur dieser Zeit rutschten Stefan Böhm und Natalie Braun denkbar knapp mit einem Zeitabstand von 1,7 Sekunden auf Rang 3 zurück, was in der Gesamtwertung Platz 23 von 80 gestarteten Teams zur Folge hatte.
Am Ende konnte man mit der ersten Ausfahrt und extremen Bedingungen aber rundum zufrieden sein.
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